Projektvielfalt garantiert: als Bauingenieur*in Zukunftsprojekte möglich machen

14.07.2021

Die Verkehrsbranche bewegt Menschen und Technik. Wir stehen für Wachstum, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig bereiten wir den Boden für eine Lebenswelt, die mit durchdachten, zukunftsorientierten Mobilitätslösungen dem Ziel der Klimaneutralität näherkommt.


Damit wir unsere ambitionierten Ziele und Projekte jetzt und in Zukunft mit Hirn, Hand und Herz umsetzen können, sind wir bundesweit auf der Suche nach jungen und berufserfahrenen Bauingenieur*innen. 

Was wünschen wir uns als Arbeitgeber? Wer als Bauingenieur*in Freude an der Konzeption mit technischer Kompetenz verbindet, mit Weitblick unterwegs ist doch den Scharfblick für handwerkliche Details mitbringt, hat alle Chancen für einen Berufseinstieg oder Berufswechsel in die Verkehrsbranche. Für uns sind Kompetenzen, wie Visionen, kreatives Denken, kooperatives Arbeiten und Führen ebenso wichtig wie ein klares Prozessmanagement und kaufmännisches (Ver-)Handeln.

Findest du dich wieder und willst mehr über die Projekte unserer Branche erfahren?

Bundesweit setzen die Verkehrsunternehmen eine Vielzahl von Infrastrukturprojekten um, an denen Bauingenieur*innen von der Konzeption bis zur Fertigstellung aktiv beteiligt sind:

  • Neubauten (vom Verwaltungsgebäude bis zum U- und S-Bahnhof)
  • Schienenausbau quer durch Stadt und Land
  • Tunnelsanierungen
  • Bau neuer Betriebshöfe für E-Busse

Diese Projektbeispiele der Verkehrsunternehmen zeigen, welche Projektinhalte, Herausforderungen und Berufschancen sich bei den Verkehrsbetrieben mit dem Berufsprofil Bauingenieur*in machbar sind. 

„Zukunftsthema Verkehrswende: Mammutprojekte brauchen kluge Bauingenieur*innen“

Wenn Gleise durch die dichtbebaute Stadt Magdeburg verlegt werden, ist das eine Herausforderung. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe stellen sich diesem Projekt seit 1999 und arbeiten intensiv daran, ganze Stadtviertel an das Straßenbahnnetz anzuschließen. Die „2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn“ erweitert das Straßenbahnnetz der Stadt Magdeburg um ganze 25% – für ein Mehr an Mobilität und gelebter Nachhaltigkeit für die Bürger*innen der Stadt Magdeburg. Die Umgestaltung mit den damit verbundenen Straßenräumen ist Teil des Projekts.

„Ohne Bauingenieure ist so ein Mammutprojekt nicht zu stemmen“, unterstreicht die Geschäftsführerin der Magdeburger Verkehrsbetriebe, Birgit Münster-Rendel. „Die klugen Köpfe" gehen viele Herausforderungen an, um das Projekt zum Erfolg zu bringen. In Magdeburg übernehmen sie vor allem die Rolle des Projektsteuerers. Dabei sind sie oft Vermittler zwischen Planer, Verkehrsunternehmen, städtischer Verwaltung und weiterer am Bau Beteiligter. Nur gemeinsam kommt man zum Ziel.“

Mehr Informationen zum Projekt gibt es auch unter www.mvbnetzausbau.de

Große Ideen realisieren: für das Planungs- und Bauleitungsteam der Stadtwerke München kein Problem

Viele U-Bahn-Anlagen in München sind älter als 40 Jahre und müssen modernisiert werden. Damit sich alle Fahrgäste vernetzt, schnell und flexibel fortbewegen können, wird der Ausbau neuer Linien, auch U-Bahnlinien, durch die Stadtwerke München (SWM) immer wichtiger. Der Planungsbereich der SWM ist groß und umfasst alle Verkehrsmittel, von U-Bahnen, über Busse bis hin zu Trambahnen.

Ein Aufgabengebiet der SWM ist der U-Bahn Ausbau. Christian Glomp ist Bauingenieur bei den Stadtwerken München und arbeitet beim Kreuzungsbahnhof Odeonsplatz an der anstehenden Modernisierung und Erneuerung der technischen Anlagen. Zudem soll ein neuer Verbindungstunnel dazu dienen, den Bahnhof an die Bedarfe der steigenden Fahrgastzahlen anzupassen. Eine Modernisierung der Bauwerke und Strecken, bei laufendem Betrieb umzusetzen, ist das, was die Arbeit für Christian Glomp so besonders macht. Dass die U-Bahnhöfe sowohl sicher, funktional und gleichzeitig anspruchsvoll gestaltet sind, das verantwortet Dorian Zapp, Architekt und Teil des SWM Gestaltungs-Teams. Er kümmert sich darum die hohen technischen Anforderungen von Brandschutz, Unterhalt und Sicherheitstechnik, den Betrieb sowie wirtschaftliche Parameter in eine hochwertige und ansprechende Architektursprache umzusetzen. Die Einsatzmöglichkeiten für Bauingenieur*innen und Architekt*innen im Team der SWM sind vielfältig, ob in der Planung und Umsetzung von Verkehrsbauwerken und Fahrwegen, in der Wartung und Instandhaltung der Elektro- und Anlagentechnik oder bei der Digitalisierung des ÖPNV und dem Ausbau der Telematik.

Großprojekt Verwaltungsneubau: Kreativität und technisches Know-how willkommen!

Großprojekte sind gelebte Realität bei den Dortmunder Stadtwerken (DSW21): Das Trainingsgelände des BVB oder der Phönixsee sind nur zwei Beispiele für erfolgreiche Projekte größerer Art. Doch der Neubau der eigenen Hauptverwaltung ist auch für DSW21 etwas Besonderes. Dieses Großprojekt hat Strahlkraft: eine spannende Aufgabe für Bauingenieur*innen.

„Der Neubau bringt spezielle Herausforderungen mit sich“, erklärt Holger Unland, Leiter Dienstleistungen und Sonderaufgaben bei DSW21 und federführend verantwortlich für den Verwaltungsneubau. „Bürogebäude und Büroarbeitsplätze der Zukunft werden nicht mehr viel mit den Gebäuden und Arbeitsplätzen der Vergangenheit und Gegenwart gemein haben. Es sollen nicht nur moderne Büro-, Arbeits- und Kommunikationslandschaften entstehen, sondern auch energetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Das Projekt soll den neusten Stand der Technik widerspiegeln und die vielfältigen Aspekte nachhaltigen Bauens berücksichtigen. Da sind fachliches Know-how und eine Projektmanagement-Expertise gefragt. Kreativität ist herzlich willkommen“, hebt Holger Unland hervor. Er wünscht sich für den gesamten Bauprozess eine* versierte* Bauingenieur*in als Baubegleitung.

Zukunftsprojekt Betriebshofumbau: Wie Bauingenieur*innen emissionsfreien ÖPNV möglich machen

In Wiesbaden soll der ÖPNV künftig komplett emissionsfrei sein. Für ESWE Verkehr bedeutet das, dass neben der Umstellung der rund 300 Busse umfassenden Fahrzeugflotte der Betriebshof nahezu komplett umgestaltet und umgebaut werden muss. Statt Diesel tanken die neuen Busse Strom und Wasserstoff. Daraus resultieren grundlegend neue Anforderungen an die Infrastruktur und das Management des Betriebshofs, die stets innovative bauliche Ansätze erfordern.

Derzeit wird der Betriebshof in großem Stil umgebaut. Eine H2-Tankstelle ist bereits in Betrieb, 120 Ladesäulen für ebenso viele Elektro-Solobusse aktuell fertiggestellt. Anschließend geht es nahtlos weiter mit dem nächsten Projekt, 140 emissionsfreie Gelenkbusse und die dafür ebenso notwendige Ladeinfrastruktur. „Das ist ein Großprojekt mit der besonderen Herausforderung des Umbaus im laufenden Betrieb. Für die äußerst komplexe Organisation und Koordination vieler unterschiedlicher Anforderungen in einem sehr begrenzten Raum sind exzellente Bauingenieure unverzichtbar“, erläutert Jörg Gerhard, Geschäftsführer von ESWE Verkehr.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: www.eswe-verkehr.de/unternehmen/fuhrpark/batteriebusse

Aus „Alt mach Neu“: Vom alten Betriebshof zur modernen Betriebswerkstatt

Die Neubeschaffung von 77 Straßenbahnen bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) bietet Fahrgästen künftig deutlich mehr Komfort. Grundlage für eine umfangreiche Anpassung an die vorhandene Infrastruktur ist der Rück- und Neubau des fast 100-jährigen Betriebshofs im Stadtteil Bremen-Gröpelingen.

Die BSAG agiert beim Rückbau in einem angeschlossenen Wohngebiet unter strengen Vorgaben. Dabei geht es für Bauingenieur*innen um die Erschließung von sämtlichen Versorgungsträgern mit Berücksichtigung spezieller betriebstechnischer Ausstattungen für die spätere effiziente, klimafreundliche Pflege und Wartung in der Betriebswerkstatt. Geplant ist auf dem Gelände u. a. eine leistungsfähige Umsteigeanlage, mit besserer Erreichbarkeit sowie kurzen, barrierefreien Wegen für die zukünftige Nutzung des ÖPNV.

Da das Projekt von stadtbildprägender Bedeutung ist, wurde in einem ganzheitlichen Konzept, der „Drehscheibe Gröpelingen“, festgelegt, dass auch der angrenzende Straßenraum umgebaut wird und im Rahmen des Projektfortschritts die Neuerrichtung des Polizeikommissariats Bremen West integriert wird. Die komplexe Verantwortung der Bauingenieur*innen umfasst auch die städtebauliche Aufwertung des Stadtteils Gröpelingen. Dieses Teilprojekt wir über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Für die BSAG gilt: „In einem Projekt wie dem derzeitigen Neubau des Betriebshofs und der Umsteigeanlage Gröpelingen ist für die Umsetzung und Kommunikation mit allen Schnittstellen der Bauingenieur*in eine Person, die mit exzellentem Fachwissen und mit Weitblick die unterschiedlichen Situationen jederzeit lenken und kommunizieren kann und somit unverzichtbar für die Realisierung und den Erfolg des Projekts für die BSAG ist.“ (Rudolf Blome, Gesamtprojektleiter BSAG)

Informationen zum Projekt gibt es hier: www.zukunft-groepelingen.de

Die Verkehrsbranche ist ideal für alle Macher*innen und Könner*innen, die als Bauingenieur*innen eine neue berufliche Herausforderung suchen.

Mach dich schlau, wie das Berufsbild des/der Bauingenieur*in bei den Verkehrsunternehmen aussieht.

Eine Bewerbung als Berufseinsteiger*in oder Berufsprofi lohnt sich, denn die Verkehrsunternehmen suchen fortlaufend Expert*innen jeden Alters für ihre Projekte. Alle offenen Stellen findest du in unserem Stellenmarkt.

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