#Mehr bewegen. Lokführerinnen gesucht! Mehr Frauenpower für Technik und Schiene

07.06.2022

Willst du einen Beitrag für eine klimaneutralere Welt leisten und dafür sorgen, dass Menschen ihre Ziele erreichen und du die Steuerfrau dafür bist? Dann bist du bei den Verkehrsunternehmen genau richtig, denn als Wachstumsbranche sucht die Verkehrsbranche verstärkt Frauen, die als Lokführerin einfach mehr bewegen wollen. Auch Quereinsteigerinnen, die Technik verstehen und anwenden können, Verantwortung und Geschwindigkeit an- und aufnehmen wollen, sind bei den Verkehrsunternehmen in gewerblich-technischen Berufen willkommen.

Vielfalt und gemischte Teams: bei den Verkehrsunternehmen gelebte Realität

Laura Bönsch

„Gemischte Teams in Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil arbeiten einfach erfolgreicher“. Zu diesem Schluss kommen sowohl zahlreiche Studien als auch Arbeitgeber aller Branchen. Das sehen auch die Verkehrsunternehmen so und setzen sich aktiv für die Frauenförderung in der Verkehrsbranche ein.

„Lokführerin ist ein abwechslungsreicher und verantwortungsvoller Beruf. Es ist ein Job mit Zukunft, den auch Frauen bis zur Rente gut ausüben können und sie nicht wegen z. B. körperlicher Gegebenheiten ausschließt.
Es gibt leider immer noch zu wenig Frauen in diesem Beruf und deswegen würde ich es begrüßen, wenn wir zukünftig mehr Frauen im Führerstand sehen. Wichtigste Motivation für einen Quereinstieg ist es, einen verantwortungsvollen Job übernehmen zu wollen“, unterstreicht Laura Bönsch, Personalleiterin bei der vlexx GmbH mit Sitz in Mainz.

Als Mobilitätspartner in der Region verbindet das regionale Zugunternehmen vlexx Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und dem Elsass.

Silvia Buchholz

Auch Silvia Buchholz, Spezialistin Personalentwicklung & Rekrutierung bei der AKN Eisenbahn Kaltenkirchen, übrigens Streckenbetreiber zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein, macht deutlich: „Gerne geben wir Frauen in Technikberufen, auch als Quereinsteigerinnen, eine Chance, weil wir davon überzeugt sind, dass diverse Teams eine Bereicherung für gesamte Unternehmen sind. Inzwischen merken wir vereinzelt, dass das Interesse von Frauen in technischen Berufen, wie z. B. auch Mechatroniker*in oder Elektriker*in leicht ansteigt, worüber wir uns sehr freuen.“

Neue Herausforderungen, Verantwortung übernehmen und nachhaltige Mobilität umsetzen

Frauen, die eine entsprechende Ausbildung mitbringen oder die anspruchsvolle Qualifizierung bei den Verkehrsunternehmen durchlaufen wollen, haben alle Chancen, auch mit einem Quereinstieg als Lokführerin durchzustarten. Diese beiden Frauen haben den Schritt gewagt und sind mit Engagement als Lokführerin dabei:

Melanie Hiß
Melanie Hiß, Lokführerin vlexx GmbH, Mainz

Wie lässt sich zum Beispiel die Vereinbarkeit von Beruf und Familie umsetzen. Was ist möglich? Was raten Sie Bewerberinnen, die einen Quereinstieg wagen wollen?

„Jede Frau, die Interesse an diesem Beruf hat, sollte diesen Schritt wagen.“

„Auch mit Kindern ist der Einstieg möglich. Ich habe zwei Kinder im Alter von mittlerweile 21 Jahren und 14 Jahren. Die Qualifikation zur Triebfahrzeugführerin habe ich im Frühjahr 2019 begonnen. Zu diesem Zeitpunkt war die Große schon ausgezogen. Man sollte auf jeden Fall den Partner und/oder die Familie hinter sich stehen haben, sei es in der Zeit der Qualifikation, oder im Beruf. Ohne Unterstützung geht es nicht, solange die Kinder noch betreut werden müssen. Es ist ein Job mit Schichtdienst, je nach Unternehmen, besteht die Abfrage der Wunsch-Schichtlagen. Dies kann betriebsbedingt an manchen Tagen auch nicht immer berücksichtigt werden. An manchen Tagen ist auch mal der Wurm drin, aber das kommt in jedem Betrieb vor.“

Was spornt sie besonders an, wenn Sie als Lokführerin ihren Dienst starten?

„Ich bin stolz darauf, Menschen von einem Ort zum anderen zu befördern.“

„In der Ausbildungsphase erreicht man vielleicht auch mal den Zeitpunkt, an dem man sich fragt, ob es das alles wert ist? Ja, das ist es! Und es sollte mehr Frauen geben, die sich für diesen Berufszweig entscheiden, den Schritt wagen und später Spaß an dem Job haben. Es ist nicht mehr nur ein reiner Männerspielplatz.

Wenn ich meinen Dienst als Lokführerin beginne, bin ich verantwortlich für den reibungslosen Vorbereitungsdienst, in dem alle Systeme geprüft werden und kontrolliert wird, ob sich der Zug in einem einwandfreien Zustand befindet und der sichere Transport von Fahrgästen möglich ist.

Ich bin stolz darauf, dass ich Menschen von einem Ort zum anderen befördern darf, Kinder mit großen Augen am Bahnsteig stehen und sich freuen, dass der Zug kommt und mir winken. Ich kann traumhaft schöne Sonnenaufgänge und Untergänge beobachten und habe mit meinem Team Spaß an der Arbeit.“

Wie Melanie Hiß den Quereinstieg vom Einzelhandel in die Mobilitätsbranche gemeistert hat, beschreibt sie in dieser Podcast-Folge: „Quereinstieg Triebfahrzeugführer*in“

Die Zeit ist reif für einen Quereinstieg bei den Verkehrsunternehmen

Die Jobangebote der Verkehrsbranche für Lokführerinnen umfassen Verlässlichkeit, Standortsicherheit und Wachstum

Engagierte Quereinsteigerinnen haben bei Eisenbahnunternehmen als Triebfahrzeugführerinnen eine echte Berufschance, vor allem dann, wenn sie eine technisch-gewerbliche Ausbildung mitbringen und sich einen Wechsel in die Verkehrsbranche vorstellen können.

Üblich ist nach einer erfolgten Zusage des regionalen Verkehrsunternehmens ein 8- bis 13-monatiger Intensiv-Ausbildungslehrgang. Ein Einstiegsgehalt von über 2.000 Euro brutto dürfen erfolgreiche Bewerberinnen ebenso erwarten wie eine kooperative Teamarbeit und meist flache Hierarchien.

Immer mehr Familien wünschen sich eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie, deshalb sind wohnortnahe Dienststellen optimal, denn die Schichten beginnen und enden immer am gleichen Ort. In der Regel ermöglichen Teilzeitmodelle allen Bewerber*innen ein hohes Maß an Flexibilität.

Viele Betriebe der Verkehrsunternehmen bieten Lokführerinnen die Chance zur Weiterqualifikation. Mit der Weiterbildung zur Verkehrsmeisterin ist eine Führungsrolle der nächste Schritt. Als Verbindungsperson fungierst du dann zwischen Fahrern, Werkstatt und Leitstelle.

Eine Bewerbung als Berufseinsteiger*in oder Berufsprofi lohnt sich, denn die Verkehrsunternehmen suchen fortlaufend Expert*innen jeden Alters für neue Projekte. Entdecke deine Berufschance in unserem Stellenmarkt und finde den passenden Job für dich!

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