Lächelnde Busfahrerin mit Brille hinter dem Steuer ihres Busses

Frauen ans Bus-Steuer – Ein Blick auf die Rolle der Busfahrerinnen in Bayern

Busfahren als Männerdomäne? Das war einmal! Immer mehr Frauen weltweit zeigen, dass sie genauso souverän und sicher hinter dem Steuer großer Busse sitzen können wie ihre männlichen Kollegen. Doch obwohl dies mittlerweile allgemein bekannt ist, bleibt der Anteil von Frauen im Beruf der Busfahrerin nach wie vor gering.


Noch vor wenigen Jahrzehnten prägten stereotype Vorurteile das Bild von Frauen am Steuer. In den 1960er Jahren warnte man vor den angeblichen Gefahren, die Autofahrerinnen im Straßenverkehr hervorrufen könnten – ein Gedankengut, das heute völlig veraltet erscheint. Während Frauen hinter dem Steuer von Pkw längst als gleichwertige Fahrerinnen anerkannt sind – laut dem aktuellen DEKRA-Verkehrssicherheitsreport sind sie sogar sicherer unterwegs –, beweisen auch Busfahrerinnen weltweit, dass sie den Anforderungen des Berufs genauso gewachsen sind.

Heldinnen der Straße – Busfahrerinnen in Würzburg

Festung Marienberg auf einem Hügel in Würzburg

Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung finden wir in Würzburg, wo Busfahrerinnen täglich unter Beweis stellen, dass sie mit Gelassenheit und Expertise auch die bis zu 28 Tonnen schweren und 18 Meter langen Busse sicher durch den Stadtverkehr navigieren. Staunende Blicke – egal ob von männlichen oder weiblichen Passagier*innen – sind dabei keine Seltenheit. Kein Wunder, denn alle Busfahrerinnen erhalten eine umfassende Ausbildung, die sie auf die vielen Herausforderungen des Berufs vorbereitet. Vom sicheren Fahren und Erkennen technischer Mängel bis hin zu praxisnahen Aspekten wie Fahrgastsicherheit und kraftstoffsparendem Fahren – der Job verlangt nicht nur fahrerisches Können, sondern auch technisches Wissen und psychologische Ruhe in stressigen Situationen.

Ein Beruf, der noch zu wenig Frauen anzieht

Trotz der vielen Vorteile des Berufes – von übertariflicher Bezahlung und familienfreundlichen Dienstplänen bis hin zu betrieblicher Altersvorsorge und speziellen Rabatten – ist der Anteil von Frauen im Beruf immer noch zu gering. Bei der Würzburger Verkehrs GmbH (WVV) liegt der Anteil von Busfahrerinnen aktuell bei nur 3,66 Prozent. Die Frage, warum das so ist, lässt sich nicht nur mit den immer noch bestehenden Vorurteilen gegenüber Frauen am Steuer erklären. Wie Busfahrerin Veronica berichtet, gibt es immer noch überraschte Blicke, wenn eine Frau den Bus steuert – besonders von Menschen, die nicht regelmäßig mit dem Bus fahren. Es sind aber nicht nur Vorurteile, die hier eine Rolle spielen, sondern auch die Tatsache, dass dieser Beruf immer noch weitgehend als „männlich“ wahrgenommen wird.

Warum mehr Frauen als Busfahrerinnen arbeiten sollten

Selbstbewusste Busfahrerin mit verschränkten Armen vor ihrem Bus, der vor einer Halle steht

Trotz des noch geringen Anteils an Frauen in diesem Beruf, zeigt Veronica, dass der Beruf viele Vorteile bietet: „Hinter mir sitzt kein Vorgesetzter, der mir ständig auf die Finger schaut. Gleichzeitig habe ich es hier jeden Tag mit unterschiedlichsten Menschen und Situationen zu tun – Langeweile kommt da definitiv nicht auf.“

Die Würzburger Verkehrs GmbH (WVV) setzt sich daher für ein vielfältiges Team ein und möchte noch mehr Frauen für diesen spannenden und abwechslungsreichen Beruf begeistern. Von übertariflicher Bezahlung über flexible Arbeitszeiten bis hin zu speziellen Angeboten für die berufliche Weiterentwicklung – der Beruf der Busfahrerin bietet viele Vorteile, die noch zu wenige Frauen kennen.

Fazit: Wir brauchen mehr Frauen im Busfahrerberuf!

Die WVV und andere Unternehmen aus der Branche freuen sich über Bewerbungen von Frauen, die diesen Job übernehmen möchten. Es gibt noch viele Plätze für motivierte Busfahrerinnen, die nicht nur mit einem großen Fahrzeug, sondern auch mit vielen Menschen in Kontakt kommen wollen. Wer den Busführerschein hat oder Interesse daran hat, kann sich noch heute über unseren Stellenmarkt bewerben und Teil eines vielfältigen Teams werden.

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