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Häfen und Schienengüterverkehr: die perfekte Verbindung für die Verkehrswende

12.12.2022

Wer den Begriff Hafen hört, denkt sofort an Schiffe. Doch das ist längst nicht alles. Häfen sind heutzutage logistische Drehscheiben für den gesamten globalen Güterverkehr. Wasserseitig kommen die Waren mit Schiffen an, landseitig werden sie per Bahn und Lkw in ganz Deutschland und darüber hinaus weitertransportiert – oder eben umgekehrt. Im Zuge der Verkehrswende wird der Schienengüterverkehr in dieser Dreierkonstellation aus Wasser, Schiene und Straße kontinuierlich ausgebaut, um immer mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Die Verkehrsverlagerung auf die Schiene entlastet den Straßenverkehr und wirkt sich positiv auf das Klima aus, gleichzeitig eröffnen sich zahlreiche Berufschancen bei den Eisenbahnen oder an den Häfen. Komplexe Mobilitätsnetze müssen optimiert und geplant, innovative Logistikdienstleistungen entwickelt, Gleise gebaut und Züge gefahren werden. Nutze deine Chance und steig‘ ein in einen innovativen Bereich der Wachstumsbranche Mobilität, der in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger wird und zahlreiche Potenziale für deine Karriere bietet.

Wasser, Schiene und Straße: ein erfolgreicher Dreiklang

Containerumschlag Logport Gateway

Damit Waren effizient, wirtschaftlich und sicher von A nach B gelangen, braucht es ausgeklügelte Lieferketten. Genau hier setzt der sogenannte „Kombinierte Verkehr“ (kurz: KV) an, also die Verbindung von Transportwegen auf dem Wasser (Schiffe) und auf dem Land (Bahn und Lkw). Bei dieser Form des Gütertransports werden Waren in standardisierten Transportbehältern wie Containern, Wechselbrücken oder Sattelaufliegern angeliefert (zum Beispiel mit dem Schiff) und auf andere Verkehrsträger (Bahn oder Lkw) umgeladen. Die jeweiligen Waren verlassen von Absende- bis Bestimmungsort nie ihren Frachtbehälter. Die Umladung von Schiff auf Zug und auf Lkw kann dank der genormten Transportbehälter einfach und schnell erfolgen.

Stärken des Schienengüterverkehrs im „Kombinierten Verkehr“

Der „Kombinierte Verkehr“ ermöglicht, die Vorteile jedes Verkehrsträgers – ob Schiff, Zug oder Lkw – optimal auszunutzen und miteinander zu verknüpfen. Innerhalb des „Kombinierten Verkehrs“ punktet der Schienengüterverkehr auf ganzer Linie. Die Schiene bietet bereits Elektromobilität und kann große Mengen an Gütern effizient, wirtschaftlich und klimaschonend über weite Distanzen bewegen. Den Transport im Nahbereich von Ankunft des Zuges zum Bestimmungsort (die sogenannte letzte Meile) übernimmt der Lkw. Bei vorhandenem Gleisanschluss, also wenn der zu beliefernde Betrieb direkt an das Schienennetz angeschlossen ist, kann die letzte Meile auch mit dem Zug erfolgen.

Schienengüterverkehr: Schlüssel für die Verkehrswende

Der „Kombinierte Verkehr“ und vor allem der Schienengüterverkehr innerhalb der Logistikkette werden für die Verkehrswende und das Erreichen der Klimaziele immer wichtiger. Dafür müssen und sollen immer mehr Güter von der Straße auf die Schiene umverteilt werden, um Emissionen einzusparen. Ein Güterzug stößt pro Tonnenkilometer 80 % weniger CO2 aus als ein Lkw. Kaum zu glauben, aber ein Güterzug ersetzt im Schnitt bis zu 52 Lkw. Der Schienengüterverkehr spart also jede Menge Energie und Umweltbelastungen. Nicht zu vergessen: Auf der Schiene sind Güter sicherer unterwegs, die Unfallgefahr ist um einiges geringer!

Containerumschlag im Duisburger Hafen

Häfen als Logistikdrehscheibe für einen effizienten Schienengüterverkehr

Zahlreiche Binnenhäfen sind bereits trimodale Güterverkehrszentren, also Häfen, die sowohl mit Schiffen als auch mit Zügen und Lkw erreicht werden können. Für die einfache Umladung von Waren innerhalb des „Kombinierten Verkehrs“ verfügen sie über sogenannte KV-Terminals, in denen die Transportbehälter effizient zwischen Schiff, Zug und Lkw gewechselt werden können. In den Häfen selbst und vor allem vom Hafen zum Schienennetz sorgt eine ausgeklügelte Infrastruktur für die perfekte Logistik, damit die Waren schnell von A nach B gelangen – quer durch Deutschland und weit darüber hinaus. Häfen und der Schienengüterverkehr werden durch ihren Logistikvorteil auch für regionale Unternehmen und die Wirtschaft vor Ort immer interessanter. Zahlreiche Fahrten können per Zug bzw. auf Binnenschiffen durchgeführt werden, anstatt mit dem Lkw. Die Mobilitätsbranche setzt sich dafür ein, dass Häfen in Hinblick auf den Schienengüterverkehr ihr Potenzial noch besser entfalten können. Dafür soll die Infrastruktur rund um Häfen sowie das Schienennetz der Güterbahnen weiter ausgebaut werden. Gleisverlängerungen in KV-Terminals auf 750 Meter werden geplant, damit längere Züge eingesetzt werden können, um noch mehr Güter gleichzeitig zu befördern. Zudem steht der Ausbau der Elektrifizierung weiterhin im Fokus.

Berufschancen im Schienengüterverkehr innerhalb des „Kombinierten Verkehrs“

Im vielfältigen Umfeld der Häfen, Güterverkehrszentren und der damit verbundenen Schienenverkehrslogistik gibt es zahlreiche Berufseinstiege in die Zukunftsbranche Mobilität. Willkommen sind junge Berufseinsteiger*innen ebenso wie Quereinsteiger*innen und natürlich Berufsprofis mit entsprechender Expertise. Steig ein mit einer Ausbildung als Fachkraft für Hafenlogistik (w/m/d) und sorge für den perfekten Gütertransport zu Wasser und zu Lande. In Zeiten des verstärkten Klimaschutzes soll das Schienennetz weiter ausgebaut werden: Mit einer Ausbildung zum Gleisbauer (w/m/d) trägst du Verantwortung für den reibungslosen Verkehr der Züge und anderen Schienenfahrzeuge. Zum Ausbau des „Kombinierten Verkehrs“ werden Ingenieur*innen verschiedener Fachrichtungen benötigt: Die Häfen und Güterbahnen freuen sich auf dich als Verkehrsingenieur (w/m/d) für die Entwicklung optimaler Verkehrssysteme. Du möchtest das Streckennetz und den Brückenbau planen und die Umsetzung koordinieren?

Die Verkehrsunternehmen sind immer auf der Suche nach Bauingenieur*innen, die eine Leidenschaft für unsere Branche der Zukunft haben. Im „Kombinierten Verkehr“ und vor allem den Häfen als Hauptumschlagsplatz ist eine perfekte Logistik das A und O für den reibungslosen Güterverkehr. Mit einer Weiterbildung zur Geprüfte/r Fachwirt/In für Güterverkehr & Logistik (IHK) (w/m/d) wirst du zum Profi für das Planen, Steuern und Optimieren von Güterverkehrs- und Logistikdienstleistungen.
Natürlich geht in der Mobilitätsbranche auch nichts ohne diejenigen, die den ganzen Zug auch lenken und die Güter sicher von A nach B steuern: Lokführer*innen. Du kannst dich bei den Verkehrsunternehmen ausbilden lassen oder natürlich als Profi deiner Leidenschaft nachgehen. Auch Quereinsteiger*innen sind als Lokführer*innen herzlich willkommen. Mach dich schlau. In unserem Berufsverzeichnis findest du über 70 Berufsbilder für einen Einstieg die Verkehrsbranche als sinnstiftende, sichere und umweltfreundliche Wachstumsbranche.

Eine Bewerbung als Berufseinsteiger*in oder Berufsprofi lohnt sich, denn die Verkehrsunternehmen suchen fortlaufend Expert*innen jeden Alters. Entdecke deine Berufschance in unserem Stellenmarkt und finde den passenden Job für dich!

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